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Ausstellung „Strategien der Moderne am Beispiel einer Stadt: Kaiserslautern“

25. Juli bis 15. September 2019

 

 

Thema der Ausstellung „Strategien der Moderne am Beispiel einer Stadt: Kaiserslautern“ sind Bewegungen und Gegenbewegungen der historischen Epoche der Moderne, die um 1800 begann und bis in die Gegenwart reicht. Diese werden exemplarisch an der architektonischen und städte-baulichen Entwicklung der pfälzischen Industrie- und Universitätsstadt erläutert: Von der Adler-apotheke (1809–10) über das Pfälzische Gewerbemuseum (1875–80) bis zum 84 Meter hohen Neuen Rathaus von 1968, das eines der markantesten aber auch umstrittensten Wahrzeichen der Stadt ist. Die Ausstellung, die am Lehrgebiet Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Kaiserslautern erarbeitet wurde, geht der Frage nach, wie sich die Moderne in einer rheinland-pfälzischen Stadt wie Kaiserslautern, weitab vom Bauhaus und den Zentren der Kunst- und Architekturdiskussion der Weimarer Republik manifestiert.

 

Doch die Geschichte des Städtebaus in Kaiserlautern ist vor allem mit dem Namen von Hermann Hussong (1881 – 1960) verbunden. Der in Karlsruhe und München ausgebildete Architekt trat kurz vor dem Ersten Weltkrieg in die Verwaltung ein. Seine weitsichtigen Planungen aus der Zeit der Weimarer Republik sind bis heute stadtbildprägend. Im Zentrum einer Hussong-Sonderabteilung stehen Fotografien, zeitgenössische Gipsmodelle und Pläne, die das Wirken des Stadtbaurates dokumentieren.

 

»Die Impulse der Moderne und der mit ihnen verbundene Mentalitätswandel sind nach wie vor wirksam, wie wir zu Zeiten der jüngsten industriellen Revolution, die im Zeichen des Digitalen und virtueller Welten steht, wieder einmal erfahren dürfen. Sie in Überkommenem und scheinbar Altem, und eben auch im Gewand von Historismus und Antimoderne, freizulegen, schärft die Sinne und übt das Denken«, so Prof. Dr. Schirren, der die Ausstellung im Auftrag der Architektenkammer Rheinland-Pfalz sowie des Ministeriums der Finanzen Rheinland-Pfalz kuratierte. Die Wanderausstellung wurde durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur gefördert und von der Generaldirektion Kulturelles Erbe, die auch die Räume der Viehmarktthermen für die Präsentation in Trier zur Verfügung stellt, unterstützt.

 

 

 

 

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