Die Thermen am Viehmarkt

Archäologische Zeugnisse, von der Gründungszeit Triers bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, gilt es in den Thermen am Viehmarkt zu entdecken. Bei Baumaßnahmen unterhalb des Viehmarktes wurden erst 1987 verschiedenste Fundamente entdeckt. Dazu zählen Fundamente römischer Häuser aus der Gründungszeit der Stadt. Im 2. Jahrhundert folgte auf diese Fundamente ein Großbau, dessen Bedeutung bis heute rätselhaft ist. Der Bau wurde im 4. Jhd. zu einem öffentlichen Bad umgebaut. Basierend auf diesem Befund entstand der Name Thermen am Viehmarkt. Ebenso wurden Straßenzüge und Kanäle, eine mittelalterliche Abfallgrube und die Kellerräume des barocken Kapuzinerklosters von 1987 bis 1994 ausgegraben.

Die beeindruckende Vielzahl archäologischer Zeugnisse der Thermen am Viehmarkt ist von einem schützenden Glasbau umgeben, geplant vom Architekten Oswald M. Ungers. Der Bau, der als eine Vitrine moderne archäologische Arbeit und die bewegte Stadtgeschichte Triers präsentiert, wird auch für Ausstellungen genutzt. Die unterirdischen römischen Straßenverläufe sind mit rotem Granit auf dem Platz selbst dargestellt und heben die zentrale Lage des Viehmarktes im antiken Straßennetz Triers hervor. 

Die Thermen am Viehmarkt können für Veranstaltungen angemietet werden.

 

 

Austellung: "Blickwinkel Welterbe Trier"

 

26. November 2017 - 14. Januar 2018

Fotoausstellung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Fotografischen Gesellschaft Trier e. V. in den Thermen am Viehmarkt

Die UNESCO-Welterbestätten bilden einen zentralen Faktor in der Wahrnehmung einer historischen  Stadt. Wie in kaum einer anderen sind in Trier mit seinen römischen Bauten alle Facetten der antiken Lebenswelt und die städtische Entwicklung sichtbar. Mit der Erforschung der römischen Großbauten im 19. Jahrhundert wird die Wahrnehmung des römischen Erbes maßgeblich verändert. Ihre Auszeichnung als UNESCO-Welterbe im Jahr 1986 steigerte die überregionale Bedeutung und Identität der Stadt zusätzlich.
Bereits erste Fotografien sind Momentaufnahmen und Spiegel der geschichtlichen Wahrnehmung des kulturellen Erbes. Diesem 'Blickwinkel' steht die heutige, individuelle Sicht gegenüber. Neben der aktuellen Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung im Stadtraum werden eindrucksvolle, aber auch überraschende Blicke auf die Architektur und ihre unterschiedliche Nutzung geworfen.

90 Fotografien der Fotografischen Gesellschaft Trier von allen neuen Welterbestätten bilden den Kern der Ausstellung. Aufnahmen aus dem Archiv des Rheinischen Landesmuseum Trier und weitere Bildquellen vermitteln die Aspekte der historischen Wahrnehmung.
Es finden die Ausstellung begleitende Vorträge statt.

Öffnungszeiten

9 – 17 Uhr  

Montags geschlossen (außer feiertags). Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.

Die Thermen am ViehmarktUNESCO WORLD HERITAGE SITES TRIER
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
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