Die Villa Otrang

Die Villa Otrang, etwa 30 Autominuten von Trier entfernt, ist eine der größten und am besten erhaltenen römischen Villenanlage nördlich der Alpen. Zu besichtigen ist das prunkvoll ausgestattete Landgut mit zahlreichen Mosaikfußböden, welche die ca. 66 Räume der großzügigen Anlage ausschmückten. Als grandioses Zeugnis römischer Geschichte informiert die Villa ebenfalls beispielhaft über Denkmalpflege und archäologische Arbeit. Erbaut um das 1. Jhd. n. Chr., erstreckte sich die Anlage über ein Areal von ca. 379 Metern Länge und 132 Metern Breite. Auf ihre Entdeckung im 19. Jahrhundert folgte die Sicherung und Erforschung der erhaltenen Gebäudefragmente.

Die Grabungsfunde belegen eine umfassende Erweiterung der Villa in der Mitte des 2. Jahrhunderts, die mit steigendem Wohlstand in der Region einhergeht. Die Anlage umfasste neben dem eindrucksvollen Herrenhaus mehrere Bäder, eine Heizungsanlage (Hypokausten) sowie einen Tempelbezirk. Ebenso wurde eine Hoffläche und kleinere Wirtschafts-Gebäude gefunden, die landwirtschaftliche Arbeiten nachweisen. Die Villa Otrang war bis ins 4. Jhd. bewohnt, darauf folgt ihre teilweise Zerstörung durch die Franken. Die im 19. Jahrhundert entdeckten und freigelegten Böden und Grundrisse wurden im 2. Weltkrieg beschädigt. Eine ergänzende Wiederherstellung einiger Mosaiken, der Heizungsanlage und der Nachbau des Südflügels mit Aussichtsterrasse setzen ab den 1960ern ein. Die Villenanlage sowie archäologische Ausgrabungsstätten stehen heute für einen Besuch offen. 

Die Villa OtrangThe Villa Otrang
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz 30 Jahre UNESCO-Welterbe Trier
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